Episode-7

Episode-7: Das Geschenk

 

Episode-7: Kritik

Episode-7 treibt den Spannungsbogen weiter voran. So werden die Geschichten an allen Fronten dichter, die Probleme spitzen sich zu. Neben Sansas stetig schlimmer werdender Situation erwischt es in dieser Folge Königin Cersei kalt, denn sie wird sozusagen mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Nicht ohne Schadenfreude sehen wir am Ende, wie sie schreiend von den religiösen Fanatikern in den Kerker verfrachtet wird, während sie verzweifelt und vergeblich dieselben Worte wie kurz zuvor Margaery ruft: „Ich bin die Königin!“ Und wie bei ihrer Rivalin schert das niemanden. Trotzdem – in den Fängen dieser Fanatiker zu sein, wünscht man keinem – so tut einem Cersei trotz all ihrer Boshaftigkeit doch beinahe schon leid.

Auch in den übrigen Gebieten der 7 Königslande laufen die Ereignisse ihrem Höhepunkt entgegen: So nähert sich Stannis‘ Heer allmählich Winterfell, wird jedoch vom Einbruch des Winters aufgehalten. Sansas Situation wird immer hoffnungsloser, nicht zuletzt, weil sie in Theon keinen wirklichen Verbündeten gefunden hat, da er primär von der panischen Angst vor Ramsay beherrscht wird. Und Tyrion trifft endlich Daenerys persönlich, denn er ist das titelgebende „Geschenk“ an die Königin.

Episode-7 bringt an allen Fronten die Spannung fast zum Überkochen. Entladen wird sie sich in den drei finalen Folgen. Genießen wir noch einmal die Ruhe vor dem Sturm – denn es ist die letzte, die Staffel-5 noch haben wird.

 

Episode-7: Zusammenfassung

Die Mauer: Aufbruch zu den Wildlingen

Vor seinem Aufbruch mit Tormund und einer Handvoll Grenzern übergibt Jon seinem Feind Allisar Thorn das Kommando über die Schwarze Festung. Dieser kommt nicht umhin, ihm noch einmal in aller Deutlichkeit von seinem Bündnis mit dem Freien Volk abzuraten, doch der Lordkommandant dankt ihm lediglich für die Ehrlichkeit. Sam gibt ihm eine ganze Satteltasche voller Obsidian-Dolche mit auf den Weg, damit er eine Chance gegen die Weißen Wanderer hat, wenn er ihnen begegnen sollte.

 

Die Mauer: Aemons Tod

Sam und Goldie stehen dem blinden Aemon Targaryen an seinem Sterbebett bei. Kurz bevor er ins Delirium fällt, bittet er die Wildlingsfrau, ihr Baby nach Süden zu schaffen, bevor es angesichts des nahenden Winters und der Bedrohung durch die Weißen Wanderer zu spät ist. Noch in der gleichen Nacht stirbt Aemon Targaryen.

Vor seinem Scheiterhaufen hält Sam eine ergreifende Rede über den Maester der Zitadelle, wobei er seine Weisheit und Güte preist. Allisar Thorn lässt es sich nicht nehmen, Sam zuzuraunen, dass er all seine Freunde verliert. Nicht zu Unrecht: Jon Schnee und Ed sind nach Hartheim aufgebrochen, Grenn und Pyp fielen bei der Schlacht um die Mauer gegen Manke Rayder und jetzt ist sogar Aemon nicht mehr am Leben. Harte Zeiten also für den intelligenten, übergewichtigen Kämmerer, der sich mit Goldie nunmehr ganz allein inmitten von Feinden befindet.

 

Die Mauer: Sam und Goldie in Gefahr

Als Goldie allein in einer der Hütten putzt, wird sie von zwei Männern der Nachtwache belästigt, die offensichtlich auf Vergewaltigung aus sind. Doch Sam stellt sich ihnen mit einem Schwert entgegen, obwohl doch jeder weiß, dass er nicht kämpfen kann. Es ist den beiden ein Leichtes, ihn zu Boden zu stoßen und ihm mehrmals ins Gesicht zu schlagen und zu treten. Obwohl er kampfunfähig ist, richtet er sich noch einmal blutüberströmt auf, weil sein Wille, Goldie zu verteidigen, stärker ist als sein Körper. Die Situation scheint ausweglos und sein Leben am seidenen Faden, da er absolut keine Chance hat, diesen Kampf siegreich zu überstehen.

Im allerletzten Augenblick rettet ihn Jons Schattenwolf Geist, der nur die Zähne gegen die beiden Grenzer zu fletschen braucht, damit sie ihr Heil in der Flucht suchen. Kurz darauf verliert Sam das Bewusstsein.

Er erwacht im Bett und von Goldie umsorgt, die ihm das verletzte Gesicht abtupft. Obwohl er kein Kämpfer ist, bittet sie ihn, in Zukunft für sie und ihr Baby zu sorgen, ein Versprechen, das er ihr nur zu gern gibt. Immerhin liebt er sie seit einer halben Ewigkeit. Zum ersten Mal schlafen die beiden miteinander.

 

Winterfell: Sansa vertraut sich Theon an

Seit ihrer Hochzeitsnacht wird Sansa in ihrem Zimmer eingeschlossen. Tagsüber kann sie nicht hinaus, während Ramsay sie jede Nacht aufsucht und sich ihr aufzwingt. Ihr Körper ist von blauen Flecken übersät. Hoffnungslos liegt sie den größten Teil des Tages weinend im Bett und bemerkt kaum, wenn jemand ihr Zimmer betritt.

Theon wurde von Ramsay damit beauftragt, sie zu versorgen. Als er in ihr Zimmer kommt, um ihr eine Mahlzeit zu bringen, fleht Sansa ihn um Hilfe an. Trotz ihres Zustandes ist die junge Frau geistesgegenwärtig genug, die richtigen Argumente zu finden. So sagt sie ihm, dass er dazu verpflichtet sei, ihr zu helfen, da er ja schon ihre ganze Familie verraten habe – von dieser er früher als Mündel beinahe ein Teil war. Auch versucht sie alles in ihrer Macht stehende, ihn daran zu erinnern, dass er Theon Graufreud von den Eiseninseln ist und nicht „Stinker“.

Nachdem er zugestimmt hat, ihr zu helfen, gibt sie ihm eine Kerze, die er im Fenster des zerstörten Turms entzünden soll – wie die alte Dienerin es ihr von Brienne ausgerichtet hat.

Zunächst sieht es so aus, als käme er ihrer Bitte tatsächlich nach, denn er geht trotz des Schneesturms mit der Kerze über den Burghof, wobei er die Turmruine fest im Blick behält. Letztendlich geht er jedoch trotzdem zu Ramsay, um ihm alles zu gestehen.

 

Winterfell: Kein Entkommen

Ramsay lässt Sansa zu ihm auf die Burgmauer bringen. Zunächst führt er mit ihr ein Gespräch, in dem er sie beinahe wie eine Gleichgestellte behandelt. Er berichtet ihr von Stannis‘ Heer, das auf dem Weg zu ihnen ist und momentan vom Schneesturm aufgehalten wird. Sansas einzige Rache ist ein kleines Sticheln in einer offenen Wunde, als sie ihm klar macht, dass das ungeborene Kind von Ramsays Vater immer eine höhere Stellung haben wird als er, da er als Bastard namens „Schnee“ auf die Welt kam. Daraufhin entgegnet er, Bastarde könnten es so weit bringen wie ihr Halbbruder Jon Schnee, der nun Lordkommandant der Nachtwache ist. Sansa hat davon bisher nichts gewusst.

Im Burghof zeigt er ihr sein wahres Anliegen: Nämlich die Leiche der gehäuteten alten Dienerin, die Sansa die Nachricht überbrachte. Ramsay gibt ganz offen zu, dass es „Stinker“ war, der ihm von ihrem Plan berichtete. Nachdem die entsetzte Sansa genug gesehen hat, küsst er sie auf die Wange, als sei nichts geschehen. In tiefer Verzweiflung wird sie in ihr Zimmer zurück geleitet.

 

Stannis‘ Heerlager: Kein Weiterkommen

Davos berichtet seinem König von den neuesten Entwicklungen, die der Schneesturm mit sich gebracht hat. So sind 40 Pferde erfroren und 500 Söldner – die „Sturmkrähen“ – desertiert. Auch werden die Lebensmittel allmählich knapp.

Unumwunden wie immer sagt Davos dem König seine Meinung: Ihre einzige Chance zu überleben sei die Rückkehr zur Schwarzen Festung. Stannis soll dort den richtigen Moment abwarten, da ihn der Wintereinbruch nur in eine Niederlage führen würde. Doch Stannis ist gänzlich anderer Meinung. Da er bereits in der Schlacht am Schwarzwasser bei Königsmund (Staffel-2, Episode-9) einen Rückzug anordnete, wird man ihn nicht mehr ernst nehmen, wenn er jetzt dasselbe befiehlt. Egal, ob Sieg oder Niederlage: Er ist fest entschlossen, seine Männer nach vorne zu führen.

Nach Davos‘ Abgang fragt er Melisandre noch einmal, ob sie sich in Bezug auf die Visionen, die sie im Feuer sah, nicht geirrt habe. Doch die „Rote Frau“ ist von ihrer Interpretation des Gesehenen vollkommen überzeugt: Da sie eine Schlacht im Schnee, das Einholen des Bolton-Banners (der gehäutete Mann von Grauenstein) und Stannis auf den Burgmauern von Winterfell gesehen hat, kann dies nur seinen Sieg über die Boltons bedeuten.

Allerdings muss der König ein Opfer bringen, um den Sieg zu sichern, und zwar eines von königlichem Blut. Nachdem sie mithilfe der Blutegel, die von Gendrys Blut vollgesogen waren (Staffel-3) den Tod von Joffrey Barathaeon und Robb Stark vorhergesagt hat, ist beiden die hohe Bedeutung von Königsblut gewiss. Doch die einzige weitere Person neben Stannis, welche dieses Kriterium erfüllt, ist seine Tochter Sharin. Als ihm klar wird, dass Melisandre ihn dazu überreden will, sein eigenes Kind zu opfern, wirft er sie aus seinem Zelt.

 

Daenerys in Meereen: Fleischer oder Fleisch

Daenerys und Daario unterhalten sich im Bett über die Söhne der Harpyie, die in letzter Zeit nicht mehr zugeschlagen haben. Nach Daarios Ansicht liegt das an der künftigen Thronbestiegung Hizdahr zo Loraqs, den er für ihren Anführer hält.

Er rät ihr, die weisen Herren am Tag der Großen Spiele zu versammeln, um sie alle abzuschlachten. Aus seiner Sicht sind diese ein zu großes Risiko für ihre Herrschaft. Daenerys allerdings hält diesen Vorschlag für zu brutal; schließlich sei sie eine Königin und keine Fleischerin. „Alle Herrscher sind entweder Fleischer oder Fleisch“, erwidert Daario. Wenn sie nicht hart genug durchgreift, wird sie selbst zum Opfer werden.

 

Tyrion und Jorah in der Nähe Meereens: Sklavenmarkt

Bei der Auktion preist der Sklavenhändler, der die beiden gefangen genommen hat, die Kampfstärke Jorah Mormonts an – und übertreibt dabei nicht unerheblich. Derjenige, der als Erster mit seinem Flammenschwert durch die Bresche bei der Belagerung von Peik stürmte, war Thoros von Myr – der Rote Priester, den wir zuletzt in Begleitung Beric Dondarrions gesehen haben (Staffel-3). Auch hat Jorah Khal Drogo nicht umgebracht. Doch die Taktik ist außerordentlich erfolgreich, da Jorah für 20 Goldstücke an einen Gladiatorenausbilder verkauft wird.

Tyrion, der noch immer eine Kette um den Hals trägt, möchte natürlich nicht von ihm getrennt werden. Also gibt er zur allgemeinen Belustigung an, auch ein großer Krieger zu sein. Um diese Aussage zu unterstreichen, verprügelt er den Mann, der seine Kette gehalten hat. Der Gnom hatte den richtigen Riecher: Schnell wird er vom gleichen Mann wie Jorah gekauft.

 

Nahe Meereen: Daenerys erhält ein Geschenk

Der Händler, der Jorah und Tyrion kaufte, wählt einige Gladiatoren aus, die in der Kampfarena gegeneinander antreten sollen, während die übrigen in den Katakomben auf ihren Einsatz warten. Jorah und Tyrion, der an die Wand gekettet ist, bleiben zurück.

Vollkommen unvorbereitet erkennt der Händler in der Arena, dass Daenerys und Hizdahr die Arena mit ihrer Anwesenheit geehrt haben. Die Königin ist nur äußerst widerwillig an diesem Ort, doch sie möchte die Traditionen des Landes pflegen. Als die Kämpfer ihre Königin lautstark im Chor begrüßen, weiß Jorah Bescheid. Er eilt zum Eingang der Arena und schaut sich die Ereignisse an – und Daenerys, die er über alle Maßen liebt.

Unterdessen tun die Gladiatoren in der Arena ihr Bestes, um sich möglichst blutig gegenseitig abzuschlachten. Daenerys ist davon derartig abgestoßen, dass sie vorzeitig gehen möchte, doch Hizdahr überredet sie zum Bleiben, bis ein Sieger feststeht.

Jorah, dem ihre Reaktion aufgefallen ist, stürzt sich nun ebenfalls mit Helm und Waffe in den Kampf, muss dazu sogar seinen Käufer niederschlagen, als er versucht, ihn aufzuhalten. Mit erstaunlicher Leichtigkeit besiegt Jorah einen Gladiator nach dem anderen, ohne sie zu töten. Er schlägt auf Köpfe, bricht auch einmal einen Arm – doch sein Sieg kostet niemandes Leben oder Blut. Natürlich fliegt ihm Daenerys‘ Herz im Sturm zu, obwohl sie ihn nicht erkennt.

Schließlich nimmt Jorah als einziger Sieger vor ihren Augen den Helm ab. Zu seinem Leidwesen möchte sie ihn trotz dieser Vorstellung aus ihren Augen schaffen lassen. Die inneren Wunden, die ihr einstiger Vertrauter ihr gerissen hat, schmerzen sie noch immer. Glücklicherweise hat Tyrion es mithilfe eines hilfsbereiten Gladiators geschafft, seine Ketten zu lösen und ebenfalls die Arena zu betreten, um für Jorah Partei zu ergreifen. Er nennt der Königin seinen vollen Namen, den diese selbstverständlich kennt – als einen ihrer größten Feinde in Westeros.

 

Jaime in Dorne: Widerspenstige Prinzessin

Areo Hotah, der Hauptmann von Fürst Dorans Wache, lässt Myrcella zu Jaime, um seine Sorgen zu verringern. Ihr Vater berichtet ihr von der Drohung aus Dorne, als ihre Halskette im Mund einer Kobra zu ihrer Mutter Cersei geschickt wurde. Doch die Prinzessin fühlt sich doppelt unfair behandelt: Zuerst wurde sie gegen ihren Willen nach Dorne geschickt und jetzt, da sie bereits seit Jahren hier lebt und mit ihrem Verlobten Trystan glücklich ist, soll sie wieder nach Hause. Sie weigert sich entschieden, Jaimes Rat Folge zu leisten.

 

Bronn im dornischen Gefängnis: Vergiftet!

Bronn befindet sich in einer Zelle gegenüber den drei Sandschlangen. Besonders Tyene hat Gefallen an ihm gefunden und beginnt durch die Gitterstäbe mit ihm zu flirten, während ihre Schwestern von ihrem Verhalten abgestoßen sind. Ellarias Tochter möchte unbedingt von ihm hören, dass sie die schönste Frau der Welt sei. Während Bronn noch ausweicht, beginnt sie sich vor ihm auszuziehen.

Doch kurz darauf stellt sich heraus, dass noch mehr hinter Tyenes Flirtversuch steckt: Während Bronn die junge Frau betrachtet, wird ihm plötzlich schwindelig, während ihm Blut aus der Nase läuft. Der Dolch, mit dem die Sandschlange ihn verwundet hat, war mit einem Gift namens „Der lange Abschied“ getränkt – ein Tropfen auf der Haut reicht vollkommen aus, um daran zu sterben. Allerdings dauert es seine Zeit, bis es wirkt.

Nachdem Bronn ihr notgedrungen eingeräumt hat, tatsächlich die schönste Frau zu sein, wirft sie ihm eine kleine Phiole mit dem Gegengift zu, die sie um ihren Hals getragen hat. Dieses beginnt augenblicklich seine Wirkung, so dass er sich rasch erholt.

 

Olenna Tyrell in Königsmund: Wenn die Vielen aufhören, die Wenigen zu fürchten…

Selbstbewusst beginnt Lady Olenna ein Gespräch mit dem Hohen Septon (oder Hoher Spatz) in der Septe von Baelor. Dort putzt er ganz in Lumpen gehüllt den Boden. Die resolute Dame ist Personen gewohnt, die voller Machtgier sind und sich logischerweise problemlos kaufen lassen. Gelingen Bestechungen nicht, erreichen Drohungen stattdessen dieses Ziel. Doch der Hohe Spatz ist anscheinend gegen alle Arten der Manipulation immun. So lehnt er ihr Zahlungsangebot ab, und auch die Drohung, die Nahrungsmittellieferungen von Rosengarten nach Königsmund einzustellen, beeindrucken ihn nicht.

Der Hohe Spatz scheint tatsächlich genau das zu sein, was er vorgibt: Ein zutiefst religiöser Fanatiker, den nichts und niemand von seinen Zielen abbringen kann. Überlegen lässt er Olenna damit stehen, dass sie zu den wenigen gehört, während er einer von vielen ist. Und wenn die Vielen aufhören, die Wenigen zu fürchten, verlieren die großen Adelshäuser ihre Macht.

 

Königsmund: Kleinfingers neue Intrigen

Nachdem sie die Septe von Baelor frustriert verlassen hat, bekommt Olenna von einem Boten einen Brief mit dem Siegel der Spottdrossel – das Zeichen von Haus Baelish.

So treffen sich die beiden in den Überresten von Kleinfingers zerstörtem Bordell. Zum ersten Mal gibt er offen zu, an der Ermordung König Joffreys beteiligt gewesen zu sein. Bisher war lediglich offenkundig, dass er davon wusste, nicht, ob er seine Hände dabei im Spiel hatte.

Da ihre Interessen weiterhin in die gleiche Richtung gehen, bietet Kleinfinger Olenna einen jungen Mann als Geschenk an – dasselbe, was er Cersei geschenkt hatte.

Im Anbetracht der weiteren Ereignisse ist davon auszugehen, dass er damit Lancel Lennister meint. Dieser hat Cersei früher das Bett gewärmt und beteiligte sich auf Befehl an der Ermordung König Roberts. Möglicherweise hat Kleinfinger der Königin den jungen Lennister zugespielt. Aktuell ist er ein ranghohes Mitglied der Spatzen – und kennt mehr als genug Geheimnisse von Cersei…

 

Königsmund: Mutter und Sohn

König Tommen ist über Margaerys Verhaftung so bekümmert, dass er kaum noch etwas isst. Er hat richtig erkannt, dass er zwar König ist, doch nichts unternehmen kann, um seine Königin aus dem Gefängnis zu befreien. Mit Soldaten gegen den Hohen Spatzen vorgehen kann er auch nicht, da dieser Margaery in seiner Gewalt hat.

Cersei zeigt sich in dieser Szene einmal von ihrer seltenen, menschlichen Seite. Sie liebt ihren Sohn von Herzen – gerade deshalb fällt es ihr schwer, ihn so leiden zu sehen, zumal da sie die Verursacherin ist. Um als solche nicht entlarvt zu werden, bietet sie ihm an, an seiner Stelle mit dem Hohen Spatzen zu verhandeln, um Margaery zu befreien. Tommen ist tatsächlich naiv genug, ihr das zu glauben.

Als sie ihn in die Arme nimmt, schwört sie ihm, sie würde alles tun, um Schaden von ihm abzuwenden. Kurioserweise steht die Beseitigung Margaerys dem Schwur aus ihrer Sicht nicht entgegen.

 

Die Septe von Baelor in Königsmund: Margaery im Gefängnis

Die einst so schöne Königin ist nach Tagen und Wochen der Einzelhaft mit den Nerven fertig, schmutzig und zerlumpt. Wie sie ihrem Sohn versprochen hat, besucht Cersei sie in der Zelle, bringt ihr Essen und heuchelt höchste Betroffenheit über ihren Zustand. Gleichzeitig informiert sie ihre Rivalin, dass das Königshaus nichts gegen den Hohen Spatzen unternehmen konnte.

Durch die Haft entkräftet, ist Margaery zu ihrem falschen Spiel nicht mehr in der Lage. Offen erklärt sie Cersei, dass sie weiß, wer wirklich hinter ihrer Verhaftung steckt. Sie macht aus ihrer Verachtung keinen Hehl und wirft sogar das Essen nach ihr, als sie nicht schnell genug geht. Cersei behält zum Hohn ihre Maske der Freundlichkeit bei.

 

Die Septe von Baelor in Königsmund: Cerseis Verhaftung

Nach ihrem Besuch bei Margaery fragt Cersei den Hohen Spatzen über die nächsten Schritte des Prozesses aus, die auf die junge Königin und Loras zukommen: Es wird eine Verhandlung geben, deren Vorsitz der Hohe Spatz neben 6 weiteren Septonen innehat. Sollten sie vor dem Urteil gestehen, wird ihnen die „Gnade der Mutter“ zuteil: Eine Art Bestrafung, die sich an der Höhe des Vergehens und dem Ausmaß der Reue bemisst.

Der Hohe Spatz erklärt Cersei, dass man allen Menschen ihr Gepränge – Tand, Zierrat, Aufgesetztheit – abnehmen müsse, damit sie wirklich frei sind. Als er erwähnt, er würde gern auch ihr Gepränge abnehmen, wird Cersei unbehaglich zumute. Kurz darauf gesellt sich Lancel zu ihnen, der in der Aufnahmezeit in den Orden viele Sünden gebeichtet hat – nicht wenige davon hängen mit Cersei zusammen. Unter anderem war Lancel auf Cerseis Befehl hin am Mord König Roberts beteiligt gewesen, hat mit ihr – seiner Cousine – mehrmals geschlafen und wusste ebenfalls Bescheid über die Beziehung zwischen ihr und ihrem Zwillingsbruder Jaime.

Als Cersei zu fliehen versucht, wird sie von der streng dreinblickenden Septa Unella an den Schultern festgehalten. Schreiend wirft sie die Königin in eine weitere Zelle – ähnlich der Margaerys. Cersei schwört der Schwester Rache: Ihr Gesicht wird das Letzte sein, das sie in ihrem Leben sieht. Unbeeindruckt wirft die Frau die Tür ins Schloss.

 

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